Hör nur auf dein Herz

Liebe Leser!


Wenn es einen Satz gibt, den ich überhaupt nicht ausstehen kann, dann ist es dieser. „Höre nur auf das, was dein Herz dir sagt, dann wird alles gut!“, wie oft hören wir diesen Satz in irgendwelchen Filmen oder nichtssagenden Liedern? Dieser Satz kann als Ausrede für jede egoistische und selbstsüchtige Entscheidung verwendet werden. Dieser Satz kann so viel Gleichgültigkeit jedem anderen gegenüber implizieren, der eben nicht in das Raster der eigenen Herzensentscheidung passt. Da ist die Frau, die alles stehen und liegen lässt, weil sie ihr Leben zu langweilig findet, und lieber Karriere macht. Der Mann, der „nur mal eben auf sein Herz hört“ und seine Frau für eine andere verlässt, weil sein „Herz“ es ihm gesagt hat.


Kein anderes Organ im menschlichen Körper ist so emotions- und gefühlsgesteuert wie unser Herz. Und dennoch ist unser Herz, im Vergleich zu manch anderen Organen, auch extrem überlebenswichtig. Genau diese Emotionen und Gefühle sind es, die uns von den meisten Tieren unterscheiden. Genau diese Regungen zeigen uns an, ob es uns gut geht oder schlecht, ob wir einen Menschen gerne haben oder nicht, und eine Ehe ohne Gefühle, ohne Emotionen wird wohl nicht auf Dauer halten.


Ich bin großer Fußballfan und genau wegen dieser unterschiedlichen Emotionen und Gefühle liebe ich es, ins Stadion zu gehen. Emotionen sind sehr wichtig und gesund. So ist es gut, um eine Person zu trauern, da es zeigt, wie sehr man sie gemocht hat. Es ist wichtig wütend zu werden, wenn jemand Grenzen überschreitet. Es ist wichtig Angst zu haben, um zu wissen, dass ich vielleicht nicht weiter gehen sollte, und auch Freude ist wichtig, um Menschen zu zeigen, wie viel sie einem bedeuten. Auch Jesus hat all diese Emotionen gezeigt.
Ein Satz, der das Ganze wohl ziemlich gut zusammenfasst, ist: Gefühle sind zwar gute Diener , aber schlechte Herren. Denn Gott hat uns auch den Verstand gegeben, mit dem wir überlegen können, ob etwas gut oder schlecht ist, ob etwas richtig oder falsch ist.


In Römer 12,2 steht: Richtet euch nicht länger nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.


So soll unser Denken immer mehr von dem Denken Gottes geprägt werden und wir sollen immer mehr lernen so zu denken, wie Gott denkt. Wie wäre es, wenn auch unser Herz mehr und mehr verändert wird? Wenn wir anfangen nicht so zu fühlen, wie Hollywood oder andere Institutionen uns das vorschreiben, sondern wie Gott uns es aufzeigt. Je mehr unser Herz, unsere Emotionen und Gefühle von Gott geprägt werden, desto mehr können wir unserem Herzen auch vertrauen – wenn es von der Liebe Gottes geprägt ist und nicht von der Liebe zu der Welt. Natürlich ist das meistens keine Veränderung, die von heute auf morgen abgeschlossen ist, aber je ähnlicher wir Jesus werden, desto mehr können wir auch auf unser Herz hören.


Beste Grüße

Niklas

Lass uns gerne einen Kommentar hier was dich angesprochen hat.

Pflichtfeld
Pflichtfeld
Ihre Meldung wurde erfolgreich geschickt!
Entschuldigen Sie, aber Ihre Meldung wurde nicht gesendet!

Besucher: Heute: , Gestern: , Gesamt: