Sein Wort

Liebe Leser!


Stellt ihr euch auch manchmal die Frage, ob es nicht viel leichter wäre, an Gott zu glauben, wenn wir beispielsweise, wie das Volk Israel in der Wüste, Gottes große Wunder gesehen hätten, wie die Wolken- und Feuersäule oder das Manna? Dieser Frage wollen wir nun genauer auf den Grund gehen.


Die Antwort dazu finden wir in einer Erzählung aus dem Neuen Testament in Johannes 4,43-54. Ein königlicher Beamter hat einen schwer kranken Sohn. In seiner Not macht er sich auf den Weg zu Jesus, da er sich wünscht, dass sein Sohn geheilt wird. Er bittet Jesus also um ein Wunder. Da Jesus gnädig ist, tut er dieses Wunder. Allerdings ist die Reaktion des Hauptmanns absolut beispielhaft. Er glaubt nicht an Jesus, nachdem er seinen Sohn wieder gesund vorfindet, sondern er glaubt an das Wort von Jesus. Das ist echter Glaube. Und so heißt es weiter in Johannes 5,53: Und er glaubte, er und sein ganzes Haus.


Wie verhält es sich also mit den Menschen, die nur an die Wunder und nicht an sein Wort glauben? Auch hier finden wir wieder eine Begebenheit aus dem Neuen Testament. In Johannes 6 gibt Jesus 5000 Menschen etwas zu essen, mit nur fünf Broten und zwei Fischen. Am nächsten Tag kommen diese Menschen wieder zu Jesus, da sie dieses Wunder gesehen haben. Sie glauben aber nicht an Jesus selber, sondern nur an sein Wunder, das er getan hat. Und deshalb wenden sie sich auch von ihm ab, als er sich ihnen als Gottes Sohn offenbart: Von da an gingen viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm. (Johannes 6,66)

Vergleichen wir also den Beamten mit diesen Jüngern: Der Beamte glaubt an Jesus, er und sein ganzes Haus, weil er an die WORTE von Jesus geglaubt hat. Die 5000 verlassen Jesus, weil sie nur an sein Wunder und nicht an ihn selber geglaubt haben.

Ebenso ist es auch mit dem Volk Israel in der Wüste, das täglich Gottes große Wunder gesehen , aber nicht an Gottes WORT geglaubt habt. Sie fordern trotzdem ein fremdes Götzenbild und wenden sich von Gott ab (vgl. 2. Mose 32). Jesus heilt viele Menschen nur durch sein Wort: Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben - sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf und nimm dein Bett auf und geh nach Hause! (Lukas 5,24) Jesus selber ist das personifizierte ewige Wort: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. (Johannes 1,1) Und weiter heißt es in Johannes 1,12: so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. Ein Name ist auch ein Wort. Wir müssen das Vertrauen aufbringen, uns auf Jesus einzulassen. Wenn wir an ihn glauben, dann glauben wir automatisch an sein Wort, denn er ist ja dieses Wort. Wenn wir aber nur den Taten und Wundern von Jesus glauben, sollten wir wirklich überprüfen, ob wir auch an Jesus selber glauben.

Daher können wir abschließend Folgendes festhalten: Glückselig sind, die nicht gesehen und doch geglaubt haben. (Johannes 20,29b)

Es grüßt euch herzlich, Jonas

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