MONATSVERS

Januar 2021

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Viele sagen: »Wer wird uns Gutes sehen lassen?«

HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!
Psalm 4,7

Erinnert uns der erste Teil nicht gerade an die Gegenwart, die aktuelle Corona-Lage?

Der Lockdown oder auf Deutsch – die Ausgangssperre hat uns alle ab dem 16.12.2020 betroffen. Gerade zu Weihnachten waren wir in unserer Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt. Wir werden sehen, wie lange das noch andauern wird. Wir merken, die Bibel ist heute noch aktuell.

Auch heute sagen noch viele: „Werden wir noch Gutes sehen?“ Die einen, weil sie selber die Corona Erkrankung erlebt haben und vielleicht mit dem Tod gerungen haben. Die Anderen, weil sie die ergriffenen Maßnahmen der Regierung als Beeinträchtigung ihrer freiheitlichen Selbstverwirklichung empfinden. Das ist das Spannungsfeld in dem wir gerade leben.

Der Psalm ist als Abendgebet, überschrieben von David verfasst worden. Unseren 7. Vers kommt mir wie gesagt heute sehr bekannt vor. Wer wird uns Gutes sehen lassen.

Die Antworten in allen Zeiten waren sehr vielfältig. Die Einen sehnen sich nach einem Starken Mann, der uns in die besseren Zeiten führen wird. Die Anderen an eine globale Verständigung durch die Vernunft. Beides hat in der Vergangenheit nicht zum Guten geführt. Die Starken haben irgendwann versucht die vermeintlich Schwachen zu besiegen. Die Vernunft blieb irgendwann durch die unterschiedlichen Interessen einzelner auf der Strecke. So wird es auch bereits in der Bibel geschrieben, denn wir leben in einer gefallenen Schöpfung.

David hat in seinem Gebet einen Gegenentwurf: Herr, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!

David hat in seinem Leben an vielen Stellen gesehen, dass Gott ihm beisteht. Er wurde nicht aus jeder Situation herausgeholt. David hat aber erfahren, dass wenn Gott bei ihm ist, er zur Ruhe kommen kann. Wenn Gott sein Antlitz, also sein Gesicht uns zuwendet, dann erleben wir auch in schwierigen Situationen seine Nähe und die Geborgenheit, die David hier erlebt hat. David schreibt in  

Vers 9 über sein Erleben. „Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne.“

Wir werden sicher noch in viele schwierige Situationen kommen. Wir dürfen aber gewiss sein, dass wir uns nicht zurückwenden müssen und grübeln über bessere Zeiten. Wir dürfen viel mehr uns auf den Herrn verlassen, der uns in seine Hand hält.

Ich wünsche mir und auch Ihnen, dass wir in diesem Jahr seine Nähe spüren und uns in ihm geborgen fühlen, was uns auch begegnen wird.


Euer
Hans Dekkers