MONATSVERS

April 2020

"So ist auch die Auferstehung von den Toten. Es wird gesät in Vergänglichkeit, es wird auferweckt in Unvergänglichkeit."

- 1. Korinther 15,42 -

Liebe Geschwister und Freunde der Gemeinde!

 

Paulus geht in seinen Brief an die Gemeinde in Korinth sehr ausführlich auf das Thema der Auferstehung ein, weil es Christen gab die zwar an die Auferstehung von Jesus Christus glaubten, aber die Auferstehung der Toten leugneten. Innerhalb der Gemeinde hat dieses Thema scheinbar verschiede Meinungen, Auslegungen und kontroverse Diskussionen erzeugt.  

 

Paulus versucht im Kapital 15 mehr Licht in dieses Geheimnis der Auferstehung zu bringen. Auf die Frage: “Wie werden die Toten auferweckt? Und mit was für einem Leib kommen sie?“ versucht Paulus anhand eines Beispiels aus der Natur diese Frage zu beantworten.

 

Unser Körper ist wie ein Samenkorn, heißt es da. Und dieses Samenkorn wird einmal gesät werden. Das geschieht in unserem Sterben. Das, was nicht weiterlebt nach unserem Tod, ist unser Körper. Was weiterlebt, ist die Seele, so sehe ich das. Der Körper bleibt zurück auf der Erde. Er ist aus irdischer Materie, er zerfällt letztendlich zu Staub. Nach menschlichem Begreifen ist damit das Leben aus. Nicht so bei Gott. Er, der Schöpfer von allem was lebt, hat sich das anders ausgedacht. Er wird jeden menschlichen Körper wieder vom Tod zum Leben auferwecken. Dabei spielt es für ihn keine Rolle, ob dieser Körper erst wenige Stunden oder schon Jahrtausende lang tot ist.

 

In Johannes 12 24, sagt uns Jesus: „Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es Frucht.“ Hier macht Jesus eine Andeutung über seinen eigenen Tod. Wäre er nicht gestorben und auferstanden, wäre sein Tod für uns bedeutungslos und ohne Folgen geblieben. Vers 14, wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltlos aber auch euer Glaube. Nur durch das Absterben des Korns kann die Verwandlung zum neuen Leben hin vollzogen werden. Es wird gesät in Vergänglichkeit, das Korn stirbt ab, und wird auferweckt in Unvergänglichkeit, bildet eine neue Pflanze. Aus einem vergänglichen irdischen Leib, wird ein ewiger himmlischer Leib.

 

Dieser Leib wird anders sein, Gott gibt uns einen Leib wie er gewollt hat, so wie jeder Samen seinen eigenen Leib bildet (V38). Einen himmlischen Leib der glänzt wie die Sonne, ein anderer wie der Mond, und ein anderer der glänzt wie die Sterne. Der ganze Mensch wird dann in das Bild Christi verwandelt werden. In einer anderen Gestalt werden wir einander begegnen.

 

Es grüßt Euch herzlich verbunden Euer Jürgen Mayerl